KInspiration – KI und Design im schulischen Kontext
Handreichung zur Durchführung des Workshops
In dem Projekt „KInspiration“ setzen sich Schüler:innen ab der 8. Jahrgangsstufe mit KI, Design Thinking und Social Design auseinander. Schüler:innen werden befähigt, soziale bzw. gesellschaftliche Fragen zu erforschen und mittels eines KI-gestützten Design‑Thinking‑Prozesses Lösungsansätze zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen das kreative Arbeiten, die aktive Auseinandersetzung mit KI sowie die Befähigung zur eigenständigen Gestaltung von Ideen. Die Schüler:innen durchlaufen die Phasen des Design-Thinking-Prozesses, von der Problemdefinition über die Ideenentwicklung bis zur prototypischen Umsetzung. Dabei arbeiten sie in Teams und setzen KI-Tools, wie ChatGPT, etwa zur Ideenfindung, Visualisierung oder Präsentation, gezielt ein. Ein zentraler Bestandteil ist das kreative Prompten, das die Schüler:innen erlernen und anwenden, um ihre Ideen präzise in KI-generierte Inhalte zu übersetzen. Ihren Arbeitsprozess dokumentieren sie fortlaufend auf Design-Boards, die als visuelle und inhaltliche Grundlage für die spätere Präsentation dienen.
Die Handreichung wurde im Juni 2026 aktualisiert, erweitert und steht seither in zwei Varianten zur Verfügung.
Workshop-Variante 1 – Spekulative Welten: Diese Option enthält verschiedene, vorgegebene Szenarien, die bewusst offen formuliert sind, um Freiraum für experimentelle Konzepte zu geben. Die Schüler:innen wählen ein Szenario aus, entwickeln Ideen für mögliche Zukünfte und denken dabei kreativ, mutig und über Grenzen hinaus.
Beispiel: Wie bewegen sich Menschen in einer Wasserstadt (Aquacity) von einem Ort zu anderen?
Workshop-Variante 2 – Eigene Lebenswelten: Diese Option ermöglicht es den Schüler:innen, ihre eigenen Themen und Herausforderungen aus ihrer Lebenswelt zu wählen. Dafür erkunden sie ihre Schule, das Schulumfeld oder gesellschaftliche Probleme und entwickeln daraus Projektideen.
Diese Option ist vor allem für höheren Klassenstufen geeignet.
Beispiel: Wie können wir allen Schüler:innen Zugang zu einem Mittagessen ermöglichen und wie könnte ein solcher Ort aussehen?
Ziele
Die Anwendung des Design-Thinking-Prozesses zeigt Schüler:innen eine Denkhaltung, Arbeitsweise bzw. einen Innovationsprozess auf, der auf zukünftige Aufgabenstellungen übertragbar ist und ihnen hilft, systematisch komplexe Probleme zu identifizieren und zu lösen.
Jugendliche werden für einen kreativen, reflektierten und kritischen Umgang mit KI sensibilisiert. Die Schüler:innen lernen Künstliche Intelligenz (Text- und Bild-KI) als Werkzeug für Ideenentwicklung, Gestaltung und Problemlösung kennen und erlangen ein besseres Verständnis für ein zielführendes Prompten. Die Vermittlung ethischer Aspekte (z. B. zu Bias, Energieverbrauch oder Deep Fakes), ästhetischer Grundlagen und Präsentationsfähigkeiten gehören ebenso zu den Zielen wie die Stärkung technologischer und konzeptioneller Kompetenzen.
Zielgruppe
Das Projekt richtet sich an Schüler:innen ab der 8. Klasse.
Lehrende erhalten ein ausgearbeitetes, praxiserprobtes und fächerübergreifendes Workshopkonzept, welches sie dabei unterstützt, Schule lebendig zu gestalten und relevante Themen in den Schulalltag mit aufnehmen zu können.
Zudem wurde eine Online-Fortbildung entwickelt, die Lehrende gezielt auf die eigenständige Umsetzung des Konzepts vorbereitet. Um die nächste kostenfreie Fortbildung nicht zu verpassen, melden Sie sich am besten für unseren Newsletter an.
Sie möchten Unterstützung durch eine:n professionelle:n Designer:in, die/der den Workshop an Ihrer Schule mit Ihnen umsetzt? Achten sie auf unsere Ausschreibungen oder schreiben Sie uns info@deutschesdesignmuseum.de.
Dauer des Projekts
Mind. 8 Unterrichtsstunden
