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Regal Wogg 13

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Hans Eichenberger: Regal Wogg 13


Erst vierzehn Jahre alt und schon ein Klassiker des modernen Designs ist das Regal Wogg 13. Der Schweizer Designer Hans Eichenberger entwarf diesen Bestseller, der sich zwar optisch an einer Litfaßsäule orientiert, doch sich anders als diese nicht nur als Plakatwand nutzen lässt, im Jahr 1994: In seinem Inneren bietet er jede Menge Stauraum für Akten, Bücher und CDs.

Das Möbel gehört zu den späten Entwürfen des Designers und Innenarchitekten. Der 1926 geborene Eichenberger begann als Autodidakt. Nach einer Schreinerlehre und Zeichnervolontariaten ging er 1950 nach Paris. Ein Jahr lang war er dort bei dem Möbeldesigner Marcel Gascoin als Zeichner tätig und lernte die Werke von Architekten und Designern wie Le Corbusier und Marcel Breuer kennen.

Der Bauhaus-Stil seiner Zeitgenossen beeinflusste auch Eichenberger: Er suchte stets die einfachste und plausibelste Lösung für seine Entwürfe. Die Qualität eines Möbels zeigt sich einzig in seiner Funktionalität: „Ein Stuhl ist gut, wenn man gut darauf sitzt“, so das Credo Eichenbergers.

Wieder zurück in der Schweiz, gründete Eichenberger 1951 sein eigenes Atelier, mit dem er Einrichtungen für Banken, Restaurants, Buchhandlungen, Schulen, Museen und Waggons der Schweizerischen Bundesbahnen realisierte. Er entwarf Möbel und sogar Skibindungen. Doch Eichenbergers Entwürfe zählen nicht nur in der Schweiz zu den bedeutendsten Arbeiten im Möbeldesign des letzten Jahrhunderts. Auch international hat sich der Designer längst einen Namen gemacht. Neben dem Museum für Gestaltung in Zürich und dem Vitra Design Museum stellt das Museum of Modern Art in New York Eichenbergers Werke in seiner permanenten Sammlung aus.

Die Litfaßsäule wird von der Schweizer Firma Wogg produziert und vertrieben, die das Möbel in knapp 20 verschiedenen Farben anbietet.

Horst Seipp

Ehrenvorsitzender der creativen inneneinrichter (ci)


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Einstelldatum: April 2009