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1970-1980

1960-1970

KMM 2


© Kuichi Okuwaki

Der Aufbau dieser Kaffeemühle ist logisch. Zwischen einem oberen Vorrats- und Dosierbehälter für die Kaffeebohnen und einem unteren für das fertige Kaffeemehl befindet sich das Mahlwerk. So erklärt sich der turmartige Aufbau. Auch die zweiseitige Abflachung des Zylinders in den unteren zwei Dritteln ist logisch. So lässt sich ein relativ großer Behälterdurchmesser oben für die voluminöseren Bohnen realisieren während das Gerät im unteren Bereich gut mit einer Hand gegriffen werden kann.

Ein besonderes Spezifikum der Braun-Geräte bestand in der Übertragbarkeit von Einzelformen, die sich schon in anderen Geräten bewährt hatten. Hier bei der Kaffeemühle zeigt etwa das Fenster für das fertige Mahlgut die gleiche Form wie die Andruckfläche für die Zündung des Tischfeuerzeugs T 2. Der Wippschalter der Kaffeemühle wird ein Jahr später auch bei dem Haartrockner HLD 4 zum Einsatz kommen. Gleiches gilt etwa für die Druckknöpfe der verschiedenen HiFi Anlagen. Auch hierbei setzte sich ein Denken in bewährten Vokabeln fort, das den gesamten Designprozess von Dieter Rams bis heute mitbestimmt, aber nie zum Dogma der Gestaltung gemacht hat.

Hier kam nicht mehr der farbliche Minimalismus von Grau und Schwarz zur Anwendung, sondern auch ein reines Rot und Gelb.

Text: Klaus Klemp

Einstelldatum: Dezember 2010