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Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign

Eine Ausstellung mit 100 Designklassikern von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart

Einen Stuhl zu entwerfen gehört zu den großen Herausforderungen für Designer. Diese Aufgabe schien im Sinne der Moderne vollendet gelöst, als Michael Thonet seinen Designklassiker, den Kaffeehausstuhl Modell Nr. 14, in der seinerzeit revolutionären Bugholz-Technik herausbrachte. Heute, 150 Jahre später, gibt es unzählige neue Stuhlmodelle, die den künstlerischen, technischen und gesellschaftlichen Wandel vor Augen führen. Wie kein anderer Gegenstand ermöglicht das Thema Stuhl eine Auseinandersetzung mit widerstreitenden Positionen des Designs, auf deren einer Seite die vernunftorientierte, zweckdienliche Form, auf der anderen das freie Spiel der Phantasie und die künstlerisch autonome Gestaltgebung stehen. Im Stadium des Entstehens eines jeden Sitz-möbels steht eine neue Idee, die von Faktoren bestimmt wird wie dem Nutzen, dem Markt und der Zielgruppe, der Firmenphilosophie, den Materialien, den Herstellungsverfahren, dem technologischen Fortschritt, und schließlich entscheidend von der Persönlichkeit des Designers, sei er freier Künstler, Bildhauer, Regisseur, Architekt oder einfach Produktentwerfer. Der Begriff „same, same – but different“ gilt in besonderer Weise für den Stuhl: als ein geistiges und materielles Produkt, das in hundertfachen Formulierungen manifest ist. Die Ausstellung „Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign“ erweist sich somit als Spiegelbild der Zeit und ihres Selbstver-ständnisses, ihren Zwängen und ihrer Sehnsucht nach der Freiheit des Gestaltens.

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© MK&G 2010

Einstelldatum: November 2010