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Dinge designen, Design beurteilen

Harald Kirsten
Einleitung


Wie entstehen eigentlich die Dinge, z.B. eine Kaffeemaschine, eine Mineralwasserflasche, ein Lichtschalter oder ein Fotoapparat? Warum sehen die Sachen so aus, wie sie aussehen und warum fühlen sie sich so an und werden in dieser oder jener Weise gehandhabt? Was hat der Begriff Design damit zu tun? Und was ist Styling? In welcher Beziehung wiederum stehen Kunst und Design zueinander? Alles scheinbar banale Fragen, die uns in Form aller menschgemachten Dinge permanent umgeben.

Im Folgenden sollen erneut Antworten zu oben stehenden Fragen gegeben werden. Die Komplexität des Themas erfordert die Reduktion auf wenige Antwort-Bausteine, die durch die Verknüpfung mit praktischen Übungen anschaulicher werden sollen. Besonderes Augenmerk bei der Zusammenstellung der Inhalte galt den Bedürfnissen der Kunstpädagogen Ihnen soll der Text Anregung sein und Mut machen, eigene Projekte zu  initiieren und nach fehlenden Bausteinen, die hier den Rahmen gesprengt hätten, individuell selbst zu forschen. Die Literaturangaben am Ende halten hierzu extra einige weiterführende Hinweise bereit. Bewusst wird darauf verzichtet, den Designprozess nur anhand von einem konkreten Beispiel darzustellen. Zu sehr würde die jedem Thema eigene Spannung und Individualität darunter leiden.

Voran soll das Diktum stehen, zunächst einfache Dinge wahrzunehmen und sich dann diesen zuzuwenden. Einerseits kann man so in der Konzentration auf wenige wesentliche Aspekte diese umso deutlicher herausfiltern und andererseits hat man mit überschaubarem Aufwand die größte Aussicht auf sein persönliches Erfolgserlebnis. Das einfachste wird gerade gut genug sein und auf dem Weg einer intensiven Auseinandersetzung wird sich die Einfachheit als nur scheinbar und vordergründig entpuppen. ‚Traum Produkte’ hingegen lassen einen oftmals in ihrer Komplexität förmlich  ertrinken oder führen zu lediglich oberflächlichen Ergebnissen. Eine gewisse Qualität zu erreichen erfordert hingegen ein hohes Maß an professioneller Erfahrung.

Im Teil IV sind einige praktische Übungen detailliert beschrieben, auf die im laufenden Text vorher schon Bezug genommen wird. Als Abschlussübung kann man sich dann spielerisch der Gestaltung eines realistischen Produkts zuwenden. Als mögliche Produktthemen hierfür eignen sich: Lichtschalter, Herdknopf, Taschenlampe, Schreibgerät, Pfanne, Schneebesen, tesa-Abroller, Feuerzeug, Flaschenöffner (Kapselheber), Tubenverschlusskappe, Spülbürste, Taschenspiegel, Büroklammer, etc.

Einstelldatum: Oktober 2008