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1980-1990

1970-1980

AB 20 tp travel


© Kuichi Okuwaki

Die Urmutter der legendären mobilen Braun-Wecker entstand in Zusammenarbeit von Dieter Rams und Dietrich Lubs (zunächst 1971 als AB 20 tb travel): ein kleines, leichtes Gerät mit Batterie, überall aufzustellen und auch für die Reise geeignet. Unkompliziert mit einer einfachen Farbkodierung, die jeder noch so technisch Unbegabte versteht. Und ein einziger Schalter auf der Frontseite, der ebenfalls für sich spricht: den Alarm auf An oder Aus zu schalten.

Für das schwarze Zifferblatt mit hellen Zeigern und Stundenstrichen gibt es durchaus Vorbilder, so in den Tischuhren von Marianne Brandt 1930 oder von Erich Dieckmann 1931. Auch den schwarzen Quader als Form eines Reiseweckers mit zentriertem rundem Zifferblatt hatte schon Max Bill 1959 für Junghans entworfen. Ob die Braun Designer dies gekannt haben, sei dahin gestellt, wahrscheinlich ist es nicht. Vielmehr haben sie sich wohl eher von modernen Flugzeuginstrumenten inspirieren lassen. Diese Orientierung an exakten Messinstrumenten bildete zu jener Zeit dabei durchaus ein Alleinstellungs- merkmal innerhalb des allgemeinen Angebots für Weckuhren. Ihre Uhren befanden sich jenseits von Kunsthandwerk und Juweliergeschäft. Wie die gestaltungsverwandte Armbanduhr AW 10 von 1989 wurden auch die Wecker nicht über Uhren- und Schmuckgeschäfte, sondern zunächst als Werbegeschenke vertrieben.

Text: Klaus Klemp

 

 

Einstelldatum: Dezember 2010